Ein Notvorrat ist keine Bunkermentalität, sondern gesunder Menschenverstand. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, für rund zehn Tage Lebensmittel und Getränke im Haus zu haben. Hier steht, wie viel das konkret ist, und wie Sie es ohne Stress aufbauen.
Die Idee hinter dem Notvorrat ist einfach: Wenn für einige Tage nicht mehr funktioniert, was sonst selbstverständlich ist, sollen Sie nicht in den Supermarkt-Ansturm müssen. Kein Strom heißt oft auch keine Kasse, keine Kühlung, kein Nachschub. Wer vorbereitet ist, bleibt ruhig und handlungsfähig.
Ohne Nahrung hält ein Mensch Wochen aus, ohne Wasser nur wenige Tage. Deshalb steht Wasser an erster Stelle. Das BBK rechnet mit rund zwei Litern pro Person und Tag zum Trinken, plus etwa einem halben Liter zum Kochen. Sicherheitshalber sollten Sie mit rund zweieinhalb Litern pro Person und Tag planen.
Faustregel Wasser: 2,5 Liter pro Person und Tag. Für 10 Tage sind das rund 25 Liter pro Person. Ein vierköpfiger Haushalt braucht also etwa 100 Liter. Rechnen Sie für Hygiene und Haustiere einen Aufschlag ein.
Praktisch heißt das: stilles Wasser in Flaschen oder Kanistern, kühl und dunkel gelagert, regelmäßig ausgetauscht. Wer eine zusätzliche Absicherung will, ergänzt einen Wasserfilter oder Entkeimungstabletten.
Als Orientierung dienen rund 2.200 Kilokalorien pro Person und Tag für Erwachsene. Kinder, ältere Menschen und der Aktivitätsgrad verändern diesen Wert. Wichtiger als die exakte Zahl ist, dass der Vorrat aus Dingen besteht, die Sie ohnehin essen und die ohne viel Strom zubereitet werden können.
Diese Mengen orientieren sich an der Logik des BBK-Vorratskalkulators. Sie sind Richtwerte für eine erwachsene Person und zehn Tage. Passen Sie sie an Geschmack, Unverträglichkeiten und Haushaltsgröße an.
| Kategorie | Menge (pro Person, 10 Tage) | Beispiele |
|---|---|---|
| Getränke | ca. 25 Liter | Wasser, ungezuckerte Tees, haltbare Säfte |
| Getreide, Kartoffeln, Brot | ca. 3,5 kg | Nudeln, Reis, Haferflocken, Zwieback |
| Gemüse, Hülsenfrüchte | ca. 4 kg | Konserven, Linsen, Bohnen, Mais |
| Obst, Nüsse | ca. 2,5 kg | Dosenobst, Trockenfrüchte, Nüsse |
| Milch, Milchprodukte | ca. 2,5 kg | H-Milch, Hartkäse, Milchpulver |
| Fisch, Fleisch, Eier | ca. 1,5 kg | Konserven, haltbare Wurst, Eipulver |
| Fette, Öle | ca. 0,4 kg | Öl, Butterschmalz, Margarine |
| Sonstiges | nach Bedarf | Salz, Zucker, Honig, Fertiggerichte |
Denken Sie an einen Dosenöffner ohne Strom, an einen Campingkocher mit Brennstoff und an Dinge, die auch ungekocht essbar sind. Und vergessen Sie Medikamente, Hygiene, Babynahrung und Tierfutter nicht.
Eine Vorratsliste ist ein guter Anfang, aber sie ist generisch. Sie weiß nichts von Ihrem Standort, Ihrer Wohnsituation, den Menschen und Tieren in Ihrem Haushalt oder Ihren Abhängigkeiten. Eine alleinstehende Person in der Stadt braucht etwas anderes als eine Familie auf dem Land oder ein älteres Paar mit medizinischen Geräten am Strom.
Genau hier setzt Protect-12 an: Wir rechnen Ihren tatsächlichen Bedarf durch, über alle zwölf Lebensbereiche, nicht nur Nahrung. Und wir zeigen Ihnen, welche Lücke bei Ihnen zuerst dran ist. Denn oft ist der wirksamste Hebel keine Anschaffung, sondern eine Reihenfolge.
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